Robin Roots im Test: Regional einkaufen mit Hofnetzwerk-Abo
Eigentlich lieben wir Hofläden und Stöbern auf dem Märit. Frisches Gemüse, Lebensmittel aus der Region und zu wissen, woher das Essen auf unserem Teller kommt: genau unser Ding.
Die Realität sieht allerdings manchmal etwas anders aus: Arbeit, Familie, Termine und irgendwo dazwischen noch der Wocheneinkauf. Mehrere verschiedene Produzent:innen abzuklappern, liegt da schlicht nicht jede Woche drin. Genau hier setzt Robin Roots an: das neue Hofnetzwerk, das ab September 2026 erstmals in der Region Bern startet und regionale Lebensmittel direkt nach Hause liefert.

Was ist Robin Roots?
Nicht einfach ein weiterer Lebensmittel-Lieferdienst und auch nicht ganz das klassische Gemüseabo.
Robin Roots verbindet verschiedene Produzent:innen einer Region zu sogenannten Hofnetzwerken. Du bestellt ein Abo bei deinem regionalen Hofnetzwerk, die Produkte der verschiedenen Produzent:innen werden für euch gebündelt und gemeinsam mit der Post bis vor die Haustür geliefert.
So kannst du direkt bei regionalen Produzent:innen einkaufen, ohne dafür von Hof zu Hof fahren zu müssen.
Das Modell stammt vom Westschweizer Unternehmen Robin des Fermes, das seit 2020 erfolgreich in der Romandie tätig ist und nun mit Robin Roots in die Deutschschweiz expandiert. Den Anfang macht das erste Hofnetzwerk in der Region Bern mit dem Biohof Zaugg in Iffwil als Kernbetrieb.
So funktioniert das Abo
Der Bestellprozess ist erfrischend unkompliziert:
- Postleitzahl eingeben und das passende Hofnetzwerk finden
- Abo auswählen, das zu eurem Haushalt passt
- Zusätzliche Produkte aus dem Shop hinzufügen, wenn ihr mögt
- Lieferung zu Hause entgegennehmen
- Mehrwegbox nach dem Auspacken einfach wieder vor die Tür stellen – sie wird abgeholt
Das Entscheidende: Es ist kein starres Abo mit langer Bindung. Ihr könnt Lieferungen aussetzen, wenn ihr in den Ferien seid oder gerade keine Box braucht. Und ihr seid nicht nur auf den Abo-Inhalt beschränkt, sondern könnt weitere regionale Produkte wie Eier, Käse, Brot oder Tofu à la carte dazu bestellen.

Für uns ein wichtiger Punkt: Das Ganze soll den Alltag vereinfachen und nicht noch ein weiteres Abo sein, um das man sich kümmern muss.
Robin Roots vs. Farmy, Gmüesabos und Co. Was ist anders?
Nach dem Aus von Farmy und Rüedu wagt Robin Roots ab September 2026 einen neuen Ansatz in der Region Bern. Der entscheidende Unterschied: Robin Roots setzt ohne eigenes Lager und ohne eigene Flotte auf die Post für die Lieferung und arbeitet mit bestehenden Hofnetzwerken zusammen.
Angebot für Bärner Meitschi Leser:innen
Hilf mit, Robin Roots in Bern zu etablieren!
Sobald 100 Abo-Anmeldungen erreicht sind, wird in der Region Bern der erste Korb mit Obst und Gemüse ausgeliefert.
Mit unserem Code baernermeitschi26 gibt’s 20 Franken Rabatt auf die erste Lieferung (gültig bis Ende September 2026).
Das war in unserer Testbox
Da Robin Roots den regulären Betrieb in Bern noch nicht aufgenommen hat, haben wir eine Probier-Box erhalten.

Besonders gefreut haben wir uns über:
- Frisches Saison-Gemüse vom Biohof Zaugg
- Tofu-Varianten von Legu Vegu
- Sauerteigbrot, das noch am selben Morgen gebacken wurde
- Spezialitäten wie ein Fruchtjoghurt mit Weichselkirsche, die man im Supermarkt so nicht findet
Daraus wurde bei uns kurzum ein Znüni-Brättli für unsere Kids. Und das Beste: Man bestellt nicht einfach wieder automatisch die gleichen fünf Gemüsesorten, sondern lässt sich ein Stück weit von der Saison überraschen.
Was uns am Konzept besonders gefällt
Neben der Bequemlichkeit steckt hinter Robin Roots eine Idee, die wir unterstützenswert finden: Die Produzent:innen bestimmen ihre Verkaufspreise selbst.
Robin Roots legt zudem offen, wie sich der Preis einer Bestellung zusammensetzt. In ihrem Beispiel eines 75-Franken-Warenkorbs gehen 48 Franken bzw. 64% direkt in die Produktion; der Rest finanziert Plattform, Zusammenstellung, Logistik und Zahlungsabwicklung.
Das Ziel: möglichst kurze Wege zwischen den Menschen, die unsere Lebensmittel produzieren, und denen, die sie essen. Verschickt wird die Box jeweils am Freitag mit der Post.

Unser Fazit nach dem Test
Für uns trifft Robin Roots einen ziemlich guten Sweet Spot: Wir können unkompliziert regional einkaufen und verschiedene Produzent:innen unterstützen, ohne unseren Alltag rund um Öffnungszeiten und verschiedene Hofläden organisieren zu müssen.
Hinweis: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Robin Roots. Unsere Meinung bleibt trotzdem ehrlich – genau wie bei allen anderen Empfehlungen auch.
Fotos: Bärner Meitschi Team & zVg von Robin Roots