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Nachhaltige Brillengläser aus der Schweiz (von Gastautorin Jrene Rolli)

Wir kaufen Bio-Gemüse, trennen brav den Abfall und bezahlen beim Fliegen einen CO2-Ausgleich. Hast du dir auch schon überlegt, wie nachhaltig deine Brille ist? Ein Schweizer Unternehmer ist mit einer Neuheit auf dem Markt, die Brillengläser so ökologisch produziert wie nie zuvor. 

Bisher hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht, wie so ein Brillenglas eigentlich entsteht: Normalerweise werden mehrere Zentimeter dicke Glas- oder Kunststoffscheiben geschliffen, bis die entsprechende Korrektur erreicht ist. Dieser Prozess produziert einerseits durch das Abschleifen viel Abfall und andererseits benötigt das Material beim Bearbeiten konstant Wasser zur Kühlung.

Wearlite, ein Schweizer Unternehmen aus Cham, hat diese Herstellung revolutioniert und ein völlig neues Verfahren entwickelt. Statt Geschliffen wird Gegossen. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoller, sondern auch ökonomisch interessant, da sie weniger Ressourcen verbrauchen und die Herstellung kürzer ist. Sie benötigen beim Giessen der Brillengläser rund 80 Prozent weniger Kunststoff und nur wenige Tropfen Wasser. Und von A bis Z wird alles direkt in Cham hergestellt.

Und was wollen wir jetzt mit blutten Brillengläsern? Natürlich in ein hübsches Gestell packen und auf die Nase setzen. Dafür sorgt Wearlite auch gleich mit ihrem Online-Shop. Eine breite Palette an Marken-Produkten steht zur Auswahl und kann online anprobiert werden. Die Vorschau funktioniert tatsächlich erstaunlich gut. Drei Modelle werden dann zur Anprobe nach Hause geschickt. Meine Wahl fiel am Ende auf ein Tommy-Hilfiger-Gestell in Havannabraun und Kiwigrün. Der graue Herbst und kalte Winter kann mir also nichts mehr anhaben.

Im Video findest du meine 15-jährige Brillen-Geschichte im Schnelldurchlauf und natürlich auch das neusten Familienmitglied: Tommy. 🙂

 

jreneIhr Bärndütsch ist nach mehreren Jahren in Fribourg & Zürich nicht mehr lupenrein, aber im Herzen ist Jrene Rolli noch immer ein wahres Bärner Meitschi. Oder die Gluexfee, wie man sie auf Twitter kennt. Sie hat einen MAS in Arts Management und mag das bunte Leben: Design, Kunst und Worte. Blessed with luck – sie findet das Glück überall und teilt es in ihrem Blog, der Glüxbox, auch gerne mit anderen.

 

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. maxmoon 4. Juli 2018 um 20:26 Uhr

    Bio-Gemüse kaufen, Müll trennen, bezahlen für CO2-Ausgleich und nachhaltig hergestellte Brillengläser kaufen. Aber beim Gestell dann eine Ausnahme machen und dann auch noch einen großen amerikanischen Sweatshop Betreiber unterstützen, der in den letzten Jahren stark versucht hatte Greenwashing zu betreiben.

    Warum da die Ausnahme? Es gibt einige nachhaltige Anbieter in der Schweiz, bzw. in angrenzenden Ländern.

    • Sandra 16. Juli 2018 um 15:01 Uhr

      Merci für deinen Kommentar, den wir gut nachvollziehen können. Es freut uns natürlich auch, dass ein Artikel aus dem Jahr 2015 noch gelesen wird! Bezüglich des Brillengestells müsstest du bei der Firma Wearlite anfragen – uns beeindruckte dort das Konzept der nachhaltigen Brillengläsern. Natürlich schade, wenn das Gesamtpaket nicht „verhäbt“. Liebe Grüsse, Sandra

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